Vogelkrimi unter dem Viadukt

Mords-Tour zur Heiligen Hildegard fesselt 50 Wanderer

Die fünfte Mords-Mittelrheintal-Tour startete am 20.6.15 pünktlich um 16.15 Uhr am Rüdesheimer Bahnhof. Das Wetter versprach wenig Gutes, die Schafskälte zeigte sich von seiner kühlen Seite. 50 unerschrockene Wanderer hatten sich dennoch vorgenommen, den Rüdesheimer Hildegardweg mit dem Welterbe Gästeführer Wolfgang Blum und der Autorin Leila Emami von seiner mörderischen Seite zu erkunden.

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Vom Bahnhof aus ging es gleich zur nahegelegenen Brömserburg, wo Wolfgang – zuständig für die wahren Mords-Geschichten der Tour – von dem perfiden Totschlagsdelikt berichtete, dem der Rüdesheimer Gastronom Manfred Schneider am 24. August 195 zum Opfer fiel.

Auf dem weiteren Weg zeigte sich der vor der Schwelle stehende Sommer doch noch von seiner besten Seite. Auch die Sonne wollte sich gruseln – und so verschwanden die ersten Jacken in den Rucksäcken.

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An der Eibinger Pfarrkirche konnten die Mords-Wanderer kurz die Kirche, in der die Reliquien der Heiligen Hildegard in einem goldenen Schrein aufgebahrt werden, besichtigen. Danach ging es in den uralten Gewölbekeller der Kirche, den wohl schon Hildegard im 12. Jahrhundert durchschritten haben mag. Heute lagern hier die Weine des Bischöflichen Weinguts unter der Leitung von Silke Trick und Peter Perabo.

Perabo begrüßte die Wanderer mit einem köstlichen Tropfen aus seinem Keller und erzählte über seine Arbeit als Winzer und Kellermeister.

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Mit einem Glas Wein in der Hand lauschten die Wanderer an dieser Stelle dem ersten Teil der Krimikomödie „Der Ring der Hildegards“ aus der Reihe „Holla und Hitch im Mords-Mittelrheintal“ (dem ersten deutschen Vogelkrimi), den Leila eigens für diese Tour geschrieben hat.

Auf dem Weg hinauf zum Kloster berichtete Wolfgang über einen tragischen und bis heute unaufgeklärten Sexualmord an der damals 15jährigen Rüdesheimerin Patricia M. Dass der Mörder noch heute frei herumläuft, ließ allen einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

 

Im Anschluss darauf wanderten die Teilnehmer der Tour durch die Weinberge hinauf zum Hildegard-Kloster, wo es mit dem zweiten Teil der Krimikomödie von Leila weiterging. Dazu gab es einen köstlichen Tropfen – nämlich den „Pilgertrunkt“ (Riesling feinherb) – aus dem Weingut der Benediktinerinnen, die bis heute das klösterliche Leben und die Erinnerung an die Heilige Hildegard wach halten.

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Dazu hielt Schwester Scholastica den Wanderern einen spontanen Vortrag darüber, wie sich das Leben im Kloster gestaltet und was es heißt, in der heutigen Zeit auch das wirtschaftliche Überleben einer so großen Abtei zu sichern.

Gestärkt und beeindruckt machten sich die Wanderer weiter auf den Weg zum alten Viadukt der ehemaligen Zahnradbahn, die einst die Gäste zum Niederwalddenkmal brachte. An dieser Stelle lauschten alle der Auflösung der Krimikomödie um Holla und Hitch.

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Der gespendete Applaus und die positiven Stimmen nahmen Leila und Wolfgang als Zeichen, dass es im Herbst mit den Mords-Wanderungen weitergehen kann.

Am Ende des Weges kehrten alle, die Zeit und Lust hatten, mit der Mords-Mittelrheintal-Crew in den Gutsausschank „Domus Torculorum“ ein, wo die Tour in gemütlicher Runde beendet wurde.

2 Kommentare zu “Vogelkrimi unter dem Viadukt

  1. Pia Forkheim

    Liebe Leila, lieber Wolfgang, das war ein grandioser Ausflug auf dem Hildegardweg, uns hat es super gefallen und wir kommen sehr gerne wieder. Tolle Mords-Geschichten, tolle Weine, tolle Gäste. Es war genau die richtige Einstimmung auf ein schönes Wochenende. Liebe Grüße Pia und Wolfgang Forkheim

  2. Leila Emami Autor des Beitrags

    Liebe Pia, lieber Wolfgang,
    vielen herzlichen Dank für die Blumen! So soll es sein: wir verbinden grandiose Aussichten mit leckeren Weinen und Geschichten und Ihr habt Spaß daran … wir übrigens auch, und wenn da so nette Mitwanderer kommen, um so mehr 🙂
    Bis zum nächsten Mal im Mords-Mittelrheintal,
    Wolfgang und Leila

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